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Weinlexikon (2): Entdecken Sie die Abruzzen mit Sabinata rosso und bianco

 

 Sabinata bianco - Trebbiano D'Abruzzo

Sabinata Classico Bianco
Die Abruzzen liegen in Mittelitalien eingerahmt von Marken im Norden, Latium im Westen, Molise im Süden und dem Adriatischen Meer im Osten. Blickt man von der Küste ins Landesinnere so folgen die Augen einem flachen Küstenstreifen sich in eine Hügellandschaft ergebend, aus dem sich im Westen mächtige Massive entfalten deren Gipfel knapp 3.000 Meter erreichen.

Fast ein Drittel der Region besteht aus Naturschutzgebieten. Hierunter fallen das Gran Sasso Gebirge, der „große Fels“, im Norden und das Maielle Gebirge mit seinen grünen Hängen etwas weiter im Süden. Die Abruzzen vereinen alle liebenswerten Aspekte Italiens, die Küste, die zum Baden einlädt, die Hügel zum Wandern und die Berghänge zum Erklimmen und Skifahren. Unser Trebbiano kommt aus dem Weinbaugebiet Trebbiano D'Abruzzo. Diese Weinbauregion erstreckt sich über alle vier Provinzen der Region L'Aquila, Chieti, Pescara und Teramo und eignet sich ist mit ihren Hochplateaus und Hanglagen hervorragend für den Weinanbau.

Die Trebbiano Rebe ist eine der ältesten und in Italien eine der meist angebauten Rebsorten. Sie ist sehr widerstandsfähig, frosthart und äußerst ertragreich. Durch seine angenehme Säure und geringen Alkoholgehalt ist sie eine ideale Ergänzung zu den Weinen aus dem Süden, die viel Alkohol und wenig Säure haben wie z.B. in Est! Est!! Est!!! di Montefiascone, Soave, Orvieto und Frascati. Der Trebbiano wird nicht nur zur Weinproduktion genutzt, auch der wunderbare «Aceto Balsamico Tradizionale di Modena» wird aus den Trauben gewonnen. In Frankreich belegt der Trebbiano, dort Saint-Emilion genannt, 90% des Cognac Gebietes und dient zum Brennen allerlei Schnäpse.
Der Sabinata Trebbiano ist trocken, hat eine blass gelbe Farbe, feine Noten von Zitrus und Pfirsich und eine angenehme, erfrischende Säure.

Viele Gerichte der abruzzesischen Küche vereinigen in einem Gericht den Geschmack des Meeres und der Berge („Mare e Monti“). Der Trebbiano wird in den Abruzzen sowohl zu Fisch als auch zu Fleisch und Nudeln genossen. Für einen lauen Sommerabend im abruzzesischen Stil genießen Sie zum Trebbiano am besten Spaghetti aglio, olio e peperoncino (Spaghetti mit Knoblauch, Öl und Peperoni) .
 

 Sabinata rosso – Sangiovese Terre di Chieti

Sabinata Classico Rosso
Wir befinden uns in Mittelitalien in der Region der Abruzzen. Im südlichsten Zipfel der Region liegt die Provinz von Chieti. Im Norden wird die Provinz von dem Fluss Pescara begrenzt und in Richtung Süden vom Trigno, welcher Chieti von der Region Molise trennt. Vor uns in Richtung Osten liegt frisch und glitzernd das adriatische Meer. Die Küste ist flach und geht allmählich in eine Hügellandschaft über. Weiter in Richtung Westen wachsen sich die Hügel zum mächtigen Maiella Gebirge aus. Das Gebirge ist ein Nationalpark, der im Sommer zu Wanderungen und im Winter zum Skifahren einlädt.

An den Ufern der zwei Flüsse und an den Hängen der Hügel wächst eine der häufigsten und wichtigsten Rebsorte Italiens: die Sangiovese Traube. Der Name stammt aus dem Spät-lateinischem und bedeutet Blut von Jupiter (Sanguis Giove). In den Abruzzen ist sie insbesondere als einfacher Wein für den täglichen Gebrauch beliebt, die Rebsorte ist aber auch Hauptbestandteil des Chianti sowie vieler berühmten Weine wie dem Vino Nobile di Montepulciano und dem Carmignano.

Die Sangiovese Traube hat im Laufe der vielen Jahre des Anbaus die Merkmale der Region in ihren Geschmack aufgenommen. Er spiegelt die sonnenverwöhnten Hügel, das adriatische Meer und die mächtigen Berge wieder. Der Sabinata Sangiovese ist rubinrot, warm und säurearm. Sein Aroma wird von roten Beeren beherrscht, die eine leicht würzige Note hinzukommen lassen.
Der Sangiovese ist der ideale Begleiter für alle Pastagerichte mit roter Soße, sowohl für eine herzhafte Bolognese als auch für eine einfache Tomatensoße. Um eine typische abruzzesische Note zu erhalten, dürfen die Peperoncini bei keinem Pastagericht fehlen!
 

 Bianco di Custoza - Der Frische vom Gardasee

Bianco di Custoza
Wir befinden uns in Nordostitalien, eingerahmt von der Alpenzone der Dolomiten, im Nordosten begrenzt durch Friaul-Julisch Venetien, im weitesten Norden durch Österreich und weiter westlich durch Trentino Südtirol. Weiter im Westen treffen wir dann auf den Gardasee, gegenüber im Osten liegt Venedig an der Adriaküste und im Süden befindet sich die Lomardei und die Emilia Romagna.

Begeben wir uns auf zum Gardasee nach Verona, der westlichsten Provinz der Region. Über den glitzernden blauen See weht eine frische Brise aus den nahen Bergen und am Horizont schwebt ein Segelboot entlang.

Wenige Kilometer vom Ufer des Sees entfernt liegen malerische Hügelgebiete, die mit Weinstöcken bepflanzt sind. In dem sanften Minicio Tal liegt ein Ort Namens Custoza. Hier, in den ausgezeichneten Kellereien wird der gleichnamige Wein, der Bianco di Custoza, hergestellt.

Unser Bianco di Custoza ist das Ergebnis einer Cuvé aus Chardonnay, Bianca Fernanda und Garganega Trauben die alle aus den Weinbergen an der Küste des Gardasees stammen. Der Wein war lange als „il vino delle dame“, der Wein der Damen, bekannt, da er durch sein vorzügliches Aroma und seine herrliche Frische vor allem bei den Damen aus gehobenen Kreisen sehr beliebt war. Inzwischen hat er durch seine feine Frische, seinen Hauch von Zitrusfrüchten und seinem strahlenden hellgelb viele Liebhaber gewonnen.

Der Custoza eignet sich hervorragend als Aperitif und zu leichten Vorspeisen sowie zu Fisch. Am besten den Fisch grillen und mit Zitrone beträufeln, dazu ein Glas Custoza und man kann schon fast die Brise der Berge spüren, die vom Gardasee herüber weht.
Fotos: Mathieu Dagorn
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